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Kollaborative Roboter und MES: Der neue automatische Prüfstand

Ziel des neuen Automatisierungsprojekts ist es, eine strategische Phase des Produktionsprozesses abzudecken: die Prüfung elektronischer Leiterplatten – eine wesentliche Tätigkeit, um Zuverlässigkeit, Qualität und Konformität des Endprodukts sicherzustellen. Die Automatisierung dieser Phase bedeutet, die Präzision der Prüfungen zu erhöhen, die Wiederholbarkeit der Abläufe zu verbessern und den Prozess über die Zeit stabiler und besser nachvollziehbar zu machen.

Der neue Prüfstand, basierend auf UR-Robot-Technologie, übernimmt automatisch den Transport der Leiterplatten zu den Prüfstationen, prüft die Ergebnisse und trennt konforme von nicht konformen Teilen. Dadurch wird der Prüfprozess kontinuierlicher und zuverlässiger, die operative Variabilität wird reduziert und die Gesamtsteuerung der Verifikationsphase verbessert.

Das Projekt ist zudem Teil der Entwicklung hin zum Industrie-5.0-Modell und führt fortschrittliche Werkzeuge zur Echtzeitüberwachung des Energieverbrauchs ein. Die kontinuierliche Erfassung und Analyse von Prozessenergiedaten ermöglicht es, die Leistung zu verbessern, potenzielle Ineffizienzen zu identifizieren und den Ressourceneinsatz zu optimieren. Es geht daher nicht nur um technologische Innovation, sondern um eine neue, bewusstere Arbeitsweise – effizientitätsorientiert und mit Blick auf den Verbrauch.

Dieses 5.0-Projekt umfasst außerdem ein Team System MES, das für die Echtzeitüberwachung der Fertigungsaktivitäten und zur Verbesserung des operativen Managements des Unternehmens konzipiert ist. Das System erfasst Daten direkt aus dem Produktionsprozess, überwacht den Fortschritt der Aktivitäten, verbessert die Rückverfolgbarkeit der Abläufe und liefert sofortige Informationen zur Unterstützung von Entscheidungen. Die Integration des MES stellt einen wichtigen Schritt hin zu einer zunehmend vernetzten Fabrik dar, in der die Digitalisierung zu einem praktischen Werkzeug wird, um Kontrolle, Transparenz und operative Effektivität zu steigern.

Bis heute wurden die VCO-, VMF-, FCO- und VCL-Platinen bereits programmiert und getestet – ein wichtiger Meilenstein in der Projektentwicklung. Dieses Ergebnis bestätigt die Gültigkeit des gewählten technischen Ansatzes und zeigt konkret die Wirksamkeit des neuen automatisierten Prüfsystems. Die Einführung kollaborativer Technologien in einen sensiblen Prozess wie die Prüfung stellt eine erhebliche Herausforderung dar. Es geht nicht einfach darum, eine manuelle Tätigkeit zu automatisieren, sondern den Prozess aus digitaler Perspektive neu zu denken und Automatisierung, Datenerfassung sowie kontinuierliches Performance-Monitoring zu integrieren. Dieser Ansatz verbessert die Prozessqualität und macht die Abläufe kontrollierter, standardisierter und zuverlässiger.

Das Projekt entspringt dem Bestreben, die Gesamtqualität des Produktionsprozesses zu verbessern. Die Automatisierung der Leiterplattenprüfung verringert die Fehlerwahrscheinlichkeit, standardisiert die Abläufe und gewährleistet zuverlässigere Ergebnisse. In einem Fertigungsumfeld, das zunehmend auf Präzision, Kontrolle und Nachhaltigkeit ausgerichtet ist, sind diese Aspekte entscheidend, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Diese Investition stellt daher nicht nur einen technischen Fortschritt dar, sondern auch einen bedeutenden Schritt hin zu moderneren, integrierten, nachhaltigen und qualitätsorientierten Prozessen – und macht technologische Innovation zu einem greifbaren Vorteil für die kontinuierliche Verbesserung.

Davide Verna
Projektmanager

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